Bikes & Szene

Carl ‚Foggy‘ Fogarty verletzt sich schwer beim DirtQuake-Rennen in Norfolk

Der vierfache World Superbike Champion und – oh weh – „Dschungelkönig“ der englischen Ausgabe von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus…“ aus 2014, hatte einen heftigen Abflug per Highsider. Bei dem eher als Spaß-Event anzusehenden „DirtQuake“ brach er sich zwei Rippen, die Schulter und zog sich eine Punktierung der Lunge zu.

Aber King Carl ist natürlich hart im nehmen und echter Racer – so gab es vor Ort noch ein „Daumen hoch“ von ihm für die Zuschauer, bevor er per Krankenwagen abtransportiert wurde. Bei seiner Frau Michaela entschuldigte er sich direkt vom Krankenbett aus und versprach ihr, dass er nie wieder Rennen fahren werde.
Letzteres kann ich mir nur durch eine Schockreaktion oder den Einfluss der schmerzstillenden Medikamente erklären – ist Foggy doch auch ein gern und oft gesehener Gast bei den diversen Classic Superbike Events und lässt es dort meist ordentlich fliegen. Racer halt… 😉

Der Crash passierte bereits am Sonntag beim DirtQuake-Event im britischen Norfolk. DirtQuake ist eher ein „Lifestyle-Event“ und Spaß-Rennen, ganz im Sinne der aktuellen Café Racer Szene. Aber wenn King Carl an den Start geht, steht „ist doch nur Spaß“ wohl nicht vor seinem geistigen Auge. Bereits in den anderen Läufen ließ er es ordentlich fliegen und sicherte sich fünf von sechs Laufsiegen. So startete er dann auch als Favorit in das sonntägliche „Hooligan“-Rennen, in dem ihn ein Highsider bei ca. 110 km/h aus Turn 2 heraus vom Bike warf. Er versuchte zu dem Zeitpunkt, den vor ihm liegenden TT Star Gary Johnson von Platz 1 zu verdrängen.

Nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort auf der Strecke gab es den „Daumen hoch“ für die Fans, bevor er im Krankenwagen abtransportiert wurde. Carl wird vom Krankenbett zitiert mit: „Es lief super, dann hatte ich einen kleinen Crash. Zwei gebrochene Rippen, eine punktierte Lunge und ein gebrochenes Schulterblatt. Nichts wirklich Schlimmes!“
Danach machte er noch etwas Werbung für die TV-Übertragung des Rennens und endete mit den Worten „Danke an alle für die guten Wünsche, außer an Frau F., die mich jetzt gerade hasst. Ich verspreche, ich werde nie wieder ein Rennen fahren.“

Ob es das nun wirklich gewesen sein soll, mit seinen tollen Auftritten? Auf jeden Fall senden auch wir die besten Genesungswünsche an Carl Fogarty und sagen mal „bis bald dann wieder“!

 

Über den Autor

Andreas Weinand

Kommunikationswirt & Fotograf mit einem Hang zu Pixelschubserei und Buchstabenverdrehung. Als Quelltextversteher auch für die Technik hier verantwortlich. Seit 2013 vermehrt im Paddock und an Strecken nationaler wie internationaler Rennserien als Motorsportfotograf anzutreffen.

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