Endurance WM

IDM Fahrer rocken die 8h vom Slovakiaring – Alt & Mackels holen Team WM-Titel der Stockklasse

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Reichlich Grund zur Freude: Florian Alt & Bastien Mackels gewinnen mit ihrem Team den Weltmeistertitel in der SST-Klasse der FIM Endurance WM 2017 | © Andreas Weinand // www.aow-fotografie.de

Sommerferien in der IDM – Zeit für einen kleinen Urlaub mit „Aktivprogramm der besonderen Art“ unter brennender slowakischer Sonne. So, oder so ähnlich, könnte wohl die „Reisebeschreibung“ der Fahrer aus der IDM klingen, die am letzten Wochenende bei Temperaturen jenseits der 30° Schmerzgrenze am Slovakiaring das 8h Endurance Rennen der FIM EWC bestritten haben.

Da Reisegruppen nie groß genug sein können, liest sich die Teilnehmerliste aus Sicht der IDM wie das „who is who“ der letzten Jahre: Florian Alt, Bastien Mackels, Jan Bühn, Stefan Kerschbaumer, Julian Puffe, Marvin Fritz, Markus Reiterberger, Roman Stamm, Christof „Fifty“ Höfer, Marco Nekvasil, Michal Filla, Damian Cudlin und Daniel Rubin – alles Fahrer, die in der IDM bzw. deren Rahmenklassen am Start waren bzw. sind.

Damit sich so eine Reise am Ende dann auch wirklich lohnt, haben die Jungs aus dem IDM Starterfeld vor Ort ordentlich am Kabel gezogen und auf laut gedreht – mit einem Ergebnis, welches wieder einmal eindrucksvoll die Klasse der Fahrer in der IDM aufzeigt.

Mit Florian Alt und Bastien Mackels hat die IDM in 2017 zwei frisch gebackene Weltmeister – nach Lukas Trautmann in 2016 und Mathieu Gines in 2014 – im Programm. Sie holten mit ihrem Team Yamaha Viltaïs Experience und an der Seite vom nun alleinigen Fahrerweltmeister Axel Maurin* den 2. Platz in der Stockklasse, gewannen so die Team-Gesamtwertung der Saison 2017 und dürfen sich nun also Endurance-Weltmeister in der Teamwertung nennen.

Ihren ersten Sieg konnten Jan Bühn, Stefan Kerschbaumer und Julian Puffe für das Team Völpker NRT48 Schubert-Motors by BMW ebenfalls in der Stockklasse einfahren. Marvin Fritz verpasste mit seinem Team YART Yamaha mit Platz 4 nur ganz knapp das Podium, obwohl das Team knapp 5 Minuten allein in der Box aufgrund technischer Probleme verloren hatte. Auch Markus Reiterberger hatte am Ende – mit Platz 5 in der EWC-Wertung und an der Seite von Michal Filla im Team LRP Poland – Grund zufrieden zu sein, denn er war über das Wochenende der zweitschnellste Fahrer auf der Strecke und wurde im Qualifying nur von Niccolò Canepa auf der GMT94 Yamaha geschlagen. All dies auf der erst frisch aufgebauten BMW S1000RR seines Teams, die nach dem Totalschaden in Oschersleben ein komplett neues Racebike an den Start brachten. Roman Stamm kam mit seinem Bolliger Team an der Seite von Horst Saiger und Michaël Savary ebenfalls nach technischen Problemen immerhin als 6. in der EWC Klasse ins Ziel, ebenso wie Fifty – Christof Höfer – mit dem Team GERT 56 mit Platz 5 in der Stockklasse und P12 Gesamt ein tolles Ergebnis gelang.

*Axel Maurin ist alleiniger Fahrer-Weltmeister, da der Bol d’Or der EWC-Saison 2016/2017 bereits letztes Jahr statt fand und er somit als einziger Fahrer alle Rennen im Team bestritten hat und damit die meisten Punkte sammeln konnte. Flo und Bastien sind erst bei den Rennen in 2017 zum Team dazu gekommen.

Über den Autor

Andreas Weinand

Kommunikationswirt & Fotograf mit einem Hang zu Pixelschubserei und Buchstabenverdrehung. Als Quelltextversteher auch für die Technik hier verantwortlich. Seit 2013 vermehrt im Paddock und an Strecken nationaler wie internationaler Rennserien als Motorsportfotograf anzutreffen.

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