IDM Superbike

IDM Assen 2017: Doppelbuch(ner)ung – Marc Buchner gibt sich das volle Programm

Wenn bei der IDM in Assen um 11 Uhr endlich die verlängerte Sonntagsruhe ein Ende hat, dann steht Marc Buchner ein arbeitsreicher Tag bevor. Denn der 26-jährige aus Königswinter startet an diesem Wochenende nicht nur auf seiner Yamaha YZF-R6 mit eigenem Team Buchner Motorsport in der IDM Supersport 600, sondern nutzt auch die Gelegenheit, die im Team BCC Heilbronn frei gewordene YZF-R1M von Daniel Kartheininger, der ins Team MPB Racing gewechselt ist, in der IDM Superbike 1000 zu bewegen.

4x Freies Training und 4x Qualifying sowie das erste Rennen in der IDM Supersport 600 hat Marc Buchner in den letzten beiden Tagen bereits hinter sich gebracht, und mit seinem Platz 4 (Platz 3 in der Meisterschaftswertung um den Gaststarter Rob Hartog „bereiningt“) im gestrigen Rennen der SSP600 bereits sein Können und seine Ambitionen aufgezeigt.

Auch die freien Trainings und die Qualifyings in der IDM Superbike 1000 liefen – für einen solch spontanen Einsatz – mehr als vielversprechend. Immerhin konnte er in allen Sessions seinen Vorgänger auf der R1M klar distanzieren. Mit P19 in den kombinierten freien Trainings lag er 7 Plätze vor Kartheininger, der im Team MPB Racing ebenfalls auf einer R1M unterwegs ist (+1,5 Sekunden).

In den Qualifyings reduzierte sich der Abstand etwas, Marc Buchner lag aber auch hier 5 Plätze (P18 zu P23) vor Kartheininger und konnte auch ein paar andere, „erfahrene“ SBK-Piloten hinter sich lassen.

Abgerechnet wird aber am Schluss! Daher hat Buchner heute mit drei Rennen (2x SBK1000 und 1x SSP600) ein strammes Programm vor sich. Ob es dann bei den letzten 3 Läufen 2017 der IDM Superbike 1000 für Marc Buchner im Team BCC Heilbronn weitergeht, wird sich nach dem Wochenende entscheiden.
Aktuell dürfte er aber auf einem guten Weg zurück in die höchste Klasse der IDM sein, in der er – nach einem 3. Gesamtrang im Yamaha R6-Cup 2012 – bereits 2013 und 2014 mit dem Team HPC Power Suzuki von Denis Hertrampf recht erfolgreich (Gesamtrang 10 in 2014) unterwegs war.

2015 folgte ein Jahr in der Moto2-EM (in der spanischen CEV-Moto2) bevor es 2016 mit eigenem Team wieder in die Supersport600*IDM ging.

Hoffen wir auf drei spannende, erfolgreiche, unfall- und verletzungsfreie Rennen für Marc – am mangelnden Schlaf dürfte es heute ja nicht liegen… 😉

Über den Autor

Andreas Weinand

Kommunikationswirt & Fotograf mit einem Hang zu Pixelschubserei und Buchstabenverdrehung. Als Quelltextversteher auch für die Technik hier verantwortlich. Seit 2013 vermehrt im Paddock und an Strecken nationaler wie internationaler Rennserien als Motorsportfotograf anzutreffen.

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