IDM Superbike

Servus Marco – Marco Nekvasil kehrt mit Wilbers-BMW-Racing in Assen zurück in die IDM

Wenn morgen auf dem TT Circuit Assen wieder die Motoren der IDM Superbike 1000 starten, dann ist nach 13-monatiger Pause auch Marco Nekvasil wieder am Start. Im Juli 2016 hatte Marco im freien Training der Superbike*IDM in Zolder einen heftigen Abflug. Die Folge waren ein zertrümmerter Schienbeinkopf, ein gebrochenes Wadenbein und ein gebrochenes Sprunggelenk. Nach OPs, reichlich Metall in den Beinen und langer Reha-Phase kehrt Marco an diesem Wochenende nun endlich im Team Wilbers-BMW-Racing in die IDM zurück.

Obwohl erst 20 Jahre alt, gehört Marco Nekvasil dennoch zu den erfahreneren IDM-Piloten. Seine IDM-Karriere begann 2010, mit gerade einmal 13 Jahren, in der IDM 125. Bereits ein Jahr später folgte der Um- bzw. Aufstieg in die IDM Supersport, denn Marco gehört – wie auch ein Florian Alt – mit seinen mittlerweile 1,87m Körpergröße zu den eher „langen“ Fahrern im Feld, was auf den kleinen 125ern einen klaren Nachteil darstellte.

2012 fuhr er dann u.a. mit Manou Antweiler, Toprak Razgatlioglu, Julian Puffe und seinem künftigen Teamkollegen im Team Wilbers-BMW-Racing Patryk Kosiniak im Yamaha R6 Cup, den er am Ende auf dem zweiten Rang – nur geschlagen vom aktuellen Supersport-WM Fahrer Niki Tuuli – abschloss.

Nach einem Ausflug in die Superstock600-EM 2013 – am Ende mit zwei 6. Plätzen in Magny-Cours und Jerez belohnt – kehrte er 2014 mit dem Interwetten Racing Team by Fritze Tuning in die Superstock1000*IDM zurück. Auf der Dunlop-bereiften BMW S1000RR holte er am Ende der Saison, in einem spannenden Finale in Hockenheim, den Titel in der hart umkämpften Klasse.
Mit damals gerade einmal 17 Jahren, hält er somit auch den Titel des „jüngsten Meisters aller Zeiten“ in der Superstock1000*IDM.

2015 ging es mit dem Team Interwetten dann in die CEV Moto2 nach Spanien, der offiziellen FIM Moto2-EM. Die lange Sommerpause der Serie nutzte Marco aber, um bei der IDM Superstock 600 bei fünf Rennen vorbei zu schauen, die er mit 2x P1, 2x P2 und 1x P3 auch alle auf dem Podium beendete.

So verwunderte es wenig, dass er für 2016 im BMW Top-Team von Werner Daemen angeheuert wurde und dort wieder den Titel in der Superstock1000*IDM als Ziel hatte.
Aber nach gutem Saisonstart mit 2x P3, 1x P4 und 2x P5 folgte dann der heftige Unfall in Zolder.

Jetzt, knapp 13 Monate nach seinem Unfall, kommt Marco endlich in die IDM zurück!

Benny Wilbers hat sich den talentierten Österreicher für den Rest der Saison und auch mit Ausblick auf die Saison 2018 „geschnappt“. Und so fährt Marco in Assen nicht nur wieder die ihm bekannte Kombination aus BMW S1000RR und Dunlop Reifen, sondern hat mit Patryk Kosiniak auch noch einen alten Bekannten aus dem R6 Cup als neuen Teamkollegen an seiner Seite.

Ich wünsche Marco einen guten & tollen Einstieg bei seiner Rückkehr und freue mich jetzt schon auf einen Elbow-Down Schräglagenkünstler mehr im Feld der IDM Superbike 1000!

Über den Autor

Andreas Weinand

Kommunikationswirt & Fotograf mit einem Hang zu Pixelschubserei und Buchstabenverdrehung. Als Quelltextversteher auch für die Technik hier verantwortlich. Seit 2013 vermehrt im Paddock und an Strecken nationaler wie internationaler Rennserien als Motorsportfotograf anzutreffen.

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