Suzuki Cups

Ausflug ins Grüne – Suzuki GSX-R1000 und Suzuki SV650 Cup auf dem Schleizer Dreieck

Das jährliche Highlight im IDM Rennkalender war auch für die Piloten der Suzuki Cups ein ganz besonderes Event, weshalb viele Fahrer ihre Vorfreude auf das Schleizer Dreieck schon im Vorfeld bekundeten und Freunde wie Fans zu scharenhaftem Erscheinen motivierten. Die wundervoll gelegene Naturrennstrecke, die eher an klassisches Road-Racing denn an Rundstrecke erinnert, ist bei den meisten Fahrern einfach – trotz aller Risiken – sehr beliebt.

Suzuki GSX-R1000 Cup

Das Qualifying des GSX-R1000 Cups machte deutlich, dass auch auf dem Schleizer Dreieck ein großer Teil des Fahrerfelds sehr dicht beieinander ist. Die Bestzeiten der ersten zehn Piloten bewegten sich im Rahmen von zwei Sekunden.
Verständlich also, dass das erste Rennen am Samstag viele Zweikämpfe und tolle Überholmanöver auf der engen und anspruchsvollen Naturrennstrecke bereithielt. Am Ende konnte sich Maximilian Weihe seinen zweiten Saisonsieg schnappen – recht deutlich, mit fünf Sekunden Vorsprung auf Tabellenführer Michel Eigenmann. Der letzte Platz auf dem Podium ging an Christof „Fifty“ Höfer.
Höfer war mit dem dritten Platz sehr zufrieden, da bei der Anreise am Donnerstag nicht einmal feststand, ob er in Schleiz bereits wieder würde antreten können, da er sich vor wenigen Wochen eine Schulterverletzung zuzog. Georg Einzmann, der als Meisterschafts-Zweiter ans Schleizer Dreieck reiste, konnte nach einem Sturz immerhin noch den 13. Platz und damit vier Punkte im Kampf um die Meisterschaft über die Ziellinie retten.

Das zweite Rennen sorgte dann am Sonntagvormittag für einige Überraschungen. Eigenmann und Weihe mussten sich mit Rang vier und fünf zufriedengeben und verpassten somit das Podest. Das erreichte in diesem Lauf Georg Einzmann, knapp hinter dem Sieger des Sonntag-Rennens in Zolder, Tim Stadtmüller. Den Sieg schnappte sich Christof „Fifty“ Höfer – sehr zur Freude des Fanclubs, der für ihn angereist war.

In der Meisterschaftstabelle liegen nun Höfer und Stadtmüller mit 76 Zählern punktgleich auf Rang vier und fünf, Reichmann schiebt sich vorbei an Einzmann auf Position zwei und angeführt wird die Meisterschaft nach wie vor vom Schweizer Michel Eigenmann.

#NameGes. Pkt.R1R2R3R4R5R6R7R8
4Michel Eigenmann1361120161620132020
73Christof "Fifty" Höfer1261025DNSDNS16252525
66Maximilian Weihe106NS1325NF25111616
7Udo Reichmann106811202013101113
64Georg Einzmann9920161113416910
23Tim Stadtmüller97NF10102511201011
14Martin Mattivi8525NF131110989
25Daniel Kitsch5713NF896678
63Dominik Jung55166710NF466
12Andreas Triebel39676875NSNS
61René Raub38DNSDNS9NS9713NF
50Bernd Ruber3679DNSDNS5357
87Martin Stierli29NS4573145
17Siegfried Krause2353NS62034
74Jamal Bounoua1998NFNSNF2NSNS
2Chris Schmid16DNSDNSNFNS88
68Georgios Ieronymos16NS34523
G34Mike Krnac

Suzuki SV650 Cup (Twin700 Cup)

Im SV650 Cup reiste der amtierende Meister Pascal Lenz mit der maximal möglichen Punkteausbeute von 100 Zählern nach Schleiz. Im Qualifying sicherte sich Pascal Lenz auch die Poleposition vor Justus Weinke und seinem Onkel Kai-Uwe Lenz. Doch zwischen Platz eins und sechs lag nicht einmal eine ganze Sekunde. So eng ging es auch im Rest des SV650 Cups zu.

In der ersten Rennrunde am Samstag gelang es Justus Weinke zunächst, sich vor Pascal Lenz zu setzen. Weinke musste sich dann aber nicht nur Pascal, sondern auch Kai-Uwe Lenz geschlagen geben und wurde auf den dritten Rang vor Sascha Schoder verwiesen. Dahinter lieferten sich Robert Conrads und Marcus Andruchiewicz einen engen Kampf.
Aber auch das restliche Feld beeindruckte die Zuschauer mit spektakulären Überholmanövern und packenden Zwei-, Drei- und Vierkämpfen auf der Traditionsstrecke, auf der das Überholen eigentlich recht schwierig ist. Die Reihenfolge für den Zieleinlauf schon besiegelt, als Pascal Lenz in der vorletzten Runde in Führung liegend stürzte und somit den Sieg seinem Onkel Kai-Uwe Lenz überließ. Weinke und Andruchiewicz
komplettierten das Podium.

Für ein frühes Highlight am Sonntagmorgen sorgte das zweite Rennen des SV650 Cups.
Um 8.50 Uhr startete der zweite Lauf und nicht nur die Spitze legte ein beeindruckendes Tempo vor, sondern bis zu Platz 11 bewegten sich die Rundenzeiten innerhalb von gerade einmal zwei Sekunden. Dieses enge Niveau zog sich durchs gesamte Feld und sorgte damit für unzählige Positionswechsel und tolle Fights auf allen Positionen. Die SV-Piloten lieferten den rund 29.000 Zuschauern eine grandiose Show. Doch in der letzten Runde war es wie am Tag zuvor die Spitze, die durch einen Crash alles durcheinander würfelte.
Pascal Lenz und der Führende Robert Conrads kamen gemeinsam zum Sturz und gaben somit das Podest frei für Marcus Andruchiewicz, Justus Weinke und Kai-Uwe Lenz. Vierter wurde Ludwig Plinke, fünfter Kay Metzke.

Nach diesem punktlosen Wochenende beträgt der Vorsprung des Meisterschaftsführenden Pascal Lenz nur noch sieben Punkte auf Kai-Uwe Lenz und 14 Zähler auf Justus Weinke.
Aber der neue Doppel-Null Agent Lenz, Pascal Lenz, hat die Lizenz zum Siegen und wird schon beim nächsten Rennen auf dem TT Circuit in Assen wieder volle Attacke gehen. Ob das aerodynamische Gesichtstuning des Onkels („der Bart ist ab“-Lenzer) hier als Tuningmaßnahme ausreicht, wird sich „auf’m Platz“ – oder hier: „uff’e Strecke“ 😉 zeigen…

#NameGes. Pkt.R1R2R3R4R5R6R7R8
94Pascal Lenz15025252525NFNF2525
44Justus Weinke1222016NF1020202016
63Kai-Uwe Lenz1141610131325161110
6Marcus Andruchiewicz103NF6161616251311
7Robert Conrads95NF13202013NF1613
21Carsten Stork8413201011NFDNS1020
15Ludwig Plinke811011119111388
27Ole Bismark71998891099
16Kay Metzke54118101177
18Marvin Eckert4843778856
86Christian Herzog3624666723
23Maurice Langrenay3172247NF45
28Timo Krüger28135964
65Uli Löhr2765454300
71Sascha Thau20NF79NS31
58Jens "JackSenn" Theuer1981310600
64Thomas Biederwolf10NF0023500
52Patrick Wettey85NF12
8Niklas Wiesner600002400
61Uwe Seitz (PS)55NFNSNS
14Arne Mudra330DNSDNS
9Michael Enders20000NF200
92Peter Hölpert20NF001100
81Markus Schmitz11NF00NFDNS
91Klaus Hierl000000
51Arne Fischer00000

Über den Autor

Andreas Weinand

Kommunikationswirt & Fotograf mit einem Hang zu Pixelschubserei und Buchstabenverdrehung. Als Quelltextversteher auch für die Technik hier verantwortlich. Seit 2013 vermehrt im Paddock und an Strecken nationaler wie internationaler Rennserien als Motorsportfotograf anzutreffen.

Kommentar hinterlassen