IDM

IDM-Gridgirls kommen aus dem Fahrerlager

Die IDM Gridgirls wissen Bescheid, was im Fahrerlager und auf der Rennstrecke so los ist. Denn sie kennen sich aus im Motorsport. Und man muss mehr können, als nur einen Schirm halten.

Bei den Rennen zur IDM gab es in diesem Jahr nicht nur tolle Motorräder zu sehen, sondern in der Regel auch das eine oder andere tolle Mädchen. Als Gridgirl muss man aber mehr drauf haben, als nur hübsch sein und einen Schirm halten können. Die Gridgirls in der IDM waren allerdings keine namenlosen Mädels von einer Agentur, sondern wurden direkt im IDM-Fahrerlager rekrutiert. Der Vorteil: Die Mädels kennen sich aus und wissen, wie es auf und neben der Rennstrecke läuft.

Eine von ihnen ist Lea. Die Blondine erzählt, was man als Gridgirl so alles zu tun hat.

  1. Wie kommt man zu dem Job?
    Ich war schon vorher bei einem IDM-Team mit dabei. Mein Papa ist Mechaniker bei IDM-Pilot Rafael Neuner, der in der Superstock 600-Klasse fährt. Mich hat dann Helmut Wegscheider vom IDM-Promoter MotorEvents angesprochen. Ich war ja am Anfang nicht so dafür. Aber meine Eltern fanden es okay. Ausserdem fand ich die Klamotten gut. Die Klamotten der Gridgirls in der WM haben etwas wenig Stoff. Das hätte ich nicht anzogen.
  2. Was gehört alles zu deinen Aufgaben?
    Den ganzen Tag Lächeln kann anstrengend werden. Aber wenn man es gerne tut, kommt es ganz automatisch. Wir sind bei der Startaufstellung dabei oder der Siegerehrung. Ausserdem machen wir viele Fotos mit den Fans im Fahrerlager. Da ist man den ganzen Tag beschäftigt.
  3. Der schlimmste Anmachspruch?
    Sprüche sind mir eigentlich egal. Manche Fans kommen einem arg nah, wenn sie ein Foto machen wollen. Das ist aber eine absolute Ausnahme. Beim Motorsportfestival am Lausitzring, wo auch die DTM mit dabei war, war in der Richtung allerdings auch mehr los.
  4. Bei welchem Fahrer stehst du in der Startaufstellung?
    Mit Fahrern direkt haben wir als IDM-Gridgirls nichts zu tun. Wir sind ja für die Serie allgemein zuständig. Aber bei einem Fahrer stehen, ist auch nichts anderes.
  5. Lernt man da auch schon mal einen kennen?
    Direkt ansprechen tut einen da keiner. Es kommt schon mal vor, dass man eine Freundschaftsanfrage über Facebook bekommt. Aber die Fahrer wollen eh lieber Rennen fahren als Mädchen anbaggern.
  6. Wie geht man mit zudringlichen Fans um?
    Man will nicht wirklich was sagen. Man schiebt sie dann einfach ein wenig zur Seite und dann merken die das schon.
  7. Möchtest Du das auch mal international machen?
    Im Moment nicht. Der IDM-Job macht Spaß, aber geplant war das ja nicht. So richtig professionell möchte ich das nicht machen. Das wäre mir glaub zu heftig. Klar kommt man rum und es wäre ein guter Nebenverdienst. Aber jetzt als Teenager muss ich das nicht machen. Ich gehe ja noch drei Jahre auf die Schule.
  8. Kann man mit dem Job in der IDM was verdienen?
    Nicht viel. Eher ein gutes Taschengeld.
  9. Was gefällt Dir an der IDM?
    Ich kenne mich gut aus. Mein Papa ist früher selber gefahren und ich bin quasi an der Rennstrecke aufgewachsen. Dann hat man das schon irgendwie im Blut und versteht auch besser, was so los ist.
  10. Fährst Du selber Motorrad?
    Ich habe den Moped-Führerschein und fahre eine Vespa.
  11. Wem drückst Du besonders die Daumen?
    Eigentlich nur Rafael Neuner, weil eben mein Papa bei dem schraubt.

Über den Autor

Esther Babel

Die Fachfrau im Team und eine absolute Insider*In wenn es um die Rundstrecke von Mini Bike bis MotoGP geht. Als Redakteurin stets analytisch, meist neutral, oft aber auch kritisch hinterfragend. Bei Fahrern, Teams & Veranstaltern daher ebenso beliebt wie gefürchtet.

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