IDM SSP 600 & STK 600

IDM STK600: Guter Saisonauftakt für Stefan Ströhlein in Oschersleben

Am vergangenen Wochenende fand in der Motorsport Arena Oschersleben der erste Lauf zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft – IDM statt. Stefan Ströhlein aus Rothenburg, Gewinner des Suzuki GSX-R Cup aus 2016, startete dabei mit zwei vierten Plätzen in der Klasse Superstock 600 erfolgreich in die Saison.

Obwohl das Saisonauftakttraing noch etwas holprig begann, holte der 33-jährige zwei vierte Plätze heraus und war mit dem Start in seine STK600-Saison zufrieden: „Das war brutal anstrengend und es ist echt viel passiert,“ meinte er nach dem Rennen. „Für mich war nicht nur in den Rennen Vollgas angesagt, das zog sich schon durch die ganze Woche. Nachdem ich das Motorrad fertig vorbereitet hatte und am Mittwoch in Oschersleben stand, war alles noch gut. Aber schon am Donnerstag, beim letzten Test, fabrizierte ich bei sehr schlechten Wetterbedingungen einen Sturz und hatte damit mehr Arbeit als geplant.“

Die Trainings / Qualifyings

Glücklicherweise wurde er durch seinen langjährigen Mechaniker „Gigo“ sowie die Firma Zupin tatkräftig unterstützt. Denn die aufkommenden Fahrwerksprobleme stellten sich als fast unlösbar heraus. So versuchte Ströhlein es zwar fahrerisch wie auch technisch zu kompensieren, das gelang aber nur bedingt. Ausgerechnet im alles entscheidenden zweiten Qualifying zur Startaufstellung passierte ihm in der zweiten Runde ein Missgeschick und er musste abermals zu Boden. Damit war die Aussicht auf eine bessere Startposition dahin. „Ich hatte die ganze Zeit damit zu kämpfen, dass beim Herausbeschleunigen aus der Kurve das Heck einknickte und die Front nach außen drängte. Als ich mit dem weichen Reifen eine schnelle Runde fahren wollte wurde dies noch verstärkt und ich stürzte. Bei 20 Minuten Trainingszeit war an eine Fortführung nicht zu denken.“

Die Rennen

Das erste Rennen am Sonntag beendete Ströhlein auf dem vierten Platz. Mit den 12 Sekunden Rückstand auf das Podium war er jedoch alles andere als zufrieden. Für den zweiten Lauf unternahm er für den Re-Start (das Rennen wurde nach einem Abbruch erneut gestartet) eine weitere radikale Änderung am Fahrwerk, was sich als guter Griff herausstellte. „Im zweiten Lauf ging es um einiges besser, ich schob mich sogar kurzzeitig auf den dritten Platz nach vorne. Allerdings konnte ich die Position nur mit 110% Einsatz verteidigen und über die Dauer gesehen hätte ich das Rennen so nicht beendet. Daher entschied ich mich für weniger Risiko aber dafür das Rennen sicher zu beenden. Leider konnte ich nicht wie erhofft ernsthaft um das Podium kämpfen, aber dank der Mithilfe der Firma Zupin holte ich alles aus dem Material heraus was möglich war. Dafür möchte ich mich vielmals bedanken. Wir werden in der nun anstehenden Pause noch ein paar Fahrwerkskomponenten testen, um dieses Thema in den Griff zu bekommen. Alles in allem waren – unter den gegebenen Umständen – zwei vierte Plätze die maximale Ausbeute und ich bin daher auch mehr als zufrieden. Besser zweimal gute Punkte sammeln, als im Rennen zu stürzen und leer auszugehen.“

So geht es weiter

Die nächsten beiden Rennen zur IDM Superstock 600 Klasse finden vom 6.-8. Juli im belgischen Zolder statt. Bis dahin wird Stefan Ströhlein noch einen Test absolvieren, wann und wo steht noch nicht fest.

Ergebnis Rennen 1
1. Marco Fetz | Yamaha YZF R6
2. Moritz Jenkner | Yamaha YZF R6
3. Jan Schmidt | Yamaha YZF R6
4. Stefan Ströhlein | Yamaha YZF R6

Ergebnis Rennen 2
1. Marco Fetz | Yamaha YZF R6
2. Moritz Jenkner | Yamaha YZF R6
3. Jan Schmidt | Yamaha YZF R6
4. Stefan Ströhlein | Yamaha YZF R6

Über den Autor

Andreas Weinand

Kommunikationswirt & Fotograf mit einem Hang zu Pixelschubserei und Buchstabenverdrehung. Als Quelltextversteher auch für die Technik hier verantwortlich. Seit 2013 vermehrt im Paddock und an Strecken nationaler wie internationaler Rennserien als Motorsportfotograf anzutreffen.

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